Archiv für Mai 2008

Geschichte von Rügen

Mai 27, 2008

Funde in den Bodden weisen auf eine Besiedelung seit der Steinzeit hin. Später wurde die Insel u.a. von Germanen (Rugiern) bewohnt, in der Völkerwanderung von den slawischen Ranen (Rujanen) besetzt und stand unter besonderen Fürsten.

Der dänische König Waldemar I. unterwarf die Insel und zerstörte 1168 auf Kap Arkona das letzte Asyl des Svantevit-Kultes. Unter dem Fürsten Jaromar I. (†1218) wurden die Inselbewohner völlig christianisiert. Die Insel füllte sich mit deutschen Ansiedlern aus dem westelbischen Raum. Jaromars Nachfolger eroberten einen Teil der pommerschen Küste bis zum Ryckfluss, gründeten 1234 Stralsund und warfen das dänische Joch ab. Wizlaw II. nahm 1282 die Insel vom deutschen König Rudolf zum Lehen und erhielt das Amt eines Reichsjägermeisters.

1304 und 1317 verwüsteten Sturmfluten die Insel und rissen einen Teil, Ruden genannt, davon ab.

Nach dem Tod von Wizlaw III. von Rügen 1325 kam das Land infolge der 1321 geschlossenen Erbverbrüderung an Pommern-Wolgast und war eine Zeit lang das Besitztum einer abgezweigten Linie (Bart), bis es 1478 auf immer mit Pommern vereinigt wurde. Mit diesem Land kam es dann 1648 durch den Westfälischen Frieden an Schweden. Vom 23.- 24. September 1678 und am 15. November 1715 wurde Rügen von den Brandenburgern, 1807 von den Franzosen genommen und von diesen bis 1813 besetzt gehalten. Im Frieden von Kiel von 1814 ging es zunächst von Schweden an Dänemark. 1815 fiel es dann mit Neuvorpommern an Preußen.

Die Halbinsel Jasmund war nach dem Dreißigjährigen Krieg eine Zeit lang im Besitz des schwedischen Generals Carl Gustav Wrangel, dann der Grafen de la Gardie, von denen sie Fürst Putbus erwarb.

Während der Zeit des Nationalsozialismus baute die Organisation Kraft durch Freude auf Rügen ein großes Bad, Prora. Die Arbeiten wurden aber nicht beendet. Es befindet sich nördlich von Binz, und Teile des Baus werden noch genutzt, unter anderem für Museen.

Jasmund auf Rügen

Mai 27, 2008

Die Halbinsel Jasmund besteht auf der Nord- und Nordostseite aus Kreidebergen, die von horizontal liegenden Feuersteinlagern durchzogen sind. An den Abbruchkanten zur See haben sich viele kleine Kaps wie die berühmte Stubbenkammer gebildet. Die sogenannte Große Stubbenkammer (man leitet den Namen vom slaw. stopien, „Stufen“, und kamen, „Fels“, ab) mit der höchsten Spitze, dem Königsstuhl, 119 m ü. NN., ist gegen das Meer hin fast senkrecht abgeschnitten und gewährt eine unvergleichliche Aussicht. Am 24. Februar 2005 rutschte die berühmte Felsformation Wissower Klinken ins Meer und existiert seither nicht mehr.

Ein anderer Einschnitt des Kreidegebirges, die Kleine Stubbenkammer, liegt ostwärts vom Königsstuhl, ist nicht so hoch, aber fast noch steiler und lässt von seinem mit Bäumen und Gebüsch bewachsenen Rand fast senkrecht in die Tiefe zum Meer blicken. Im Rücken der Großen Stubbenkammer liegt die Stubnitz (Stubbenitz), ein sechs Kilometer langer und vier Kilometer breiter Buchenwald. An dessen Südende liegt die Stadt Sassnitz und in dessen Inneren der sogenannte Herthasee (Borg- oder Schwarzer See), der einen Durchmesser von 52 m hat und 16 m tief ist.

Westwärts stößt an den See ein Wall (Burgwall), der einen ovalen Platz einschließt und einen Umfang von 300 m hat und westlich fast in einem Viertelkreis von einem zweiten, aber unregelmäßigen Wall eingefasst wird. Man hat diesen Wall, der 159 m ü. M. liegt, für die Reste der Herthaburg gehalten und dahin den Schauplatz der Hertha oder Nerthus verlegt – ohne triftigen Grund – der betreffende Wall ist viel wahrscheinlicher ein slawischer Burg- und Tempelwall aus heidnischer Zeit, der vielleicht den Tempel des Triglav umschloss. Auch an anderen Denkmälern der Vorzeit, namentlich Hünengräbern, ist Rügen reich.

Statistisches zum Thema Camping

Mai 27, 2008

Im Jahr 2003 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 6,3 Millionen Gäste (+ 13% gegenüber 2002) auf deutschen Campingplätzen mit insgesamt 23,6 Millionen Übernachtungen (+ 11%) gezählt. Damit verweilte ein Camper im Schnitt 3,7 Nächte auf einem Campingplatz. Die Zahl der Gäste aus dem Inland stieg um 14 Prozent auf 5,2 Millionen (Übernachtungen: 20,3 Mill./+ 11%). Aus dem Ausland konnten mit 1,1 Mill. 11% mehr Camper begrüßt werden, die insgesamt 3,3 Mill. mal übernachteten (+ 11%). Diese Ergebnisse umfassen nur das Tourismuscamping und nicht das Dauercamping, bei dem Stellplätze für einen längeren Zeitraum vermietet werden.Zelten gilt in einigen bestimmten Ländern auch als Sport.

Der Anstieg der Campingübernachtungen war mit 13 Prozent in den neuen Ländern und Berlin-Ost höher als im Bundesdurchschnitt. Dort fielen mit 5,9 Millionen rund 25 Prozent aller Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen an. Auf den Campingplätzen im früheren Bundesgebiet wurden dagegen 17,7 Millionen Übernachtungen registriert, 10% mehr als im Vorjahr.

Die Niederländer waren 2003 wie in den Vorjahren die mit Abstand wichtigste Gästegruppe unter den 1,1 Millionen ausländischen Campingtouristen: Jeder zweite ausländische Gast (54 Prozent) auf deutschen Campingplätzen kam aus den Niederlanden. Von den 3,3 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste entfielen sogar 64 Prozent auf die Niederländer. Mit deutlichem Abstand lagen die Dänen an der zweiten Stelle (7 Prozent der Übernachtungen ausländischer Gäste), gefolgt von den Campern aus dem Vereinigten Königreich und Belgien (je 4 Prozent).